Drohverlustrückstellungen

Eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (= Drohverlustrückstellung) ist daran geknüpft, dass zunächst ein schwebendes Geschäft vorliegt. Ein Geschäft schwebt so lange, wie der Lieferant noch nicht geliefert und der Kunde noch nicht bezahlt hat.

Beispiel:

Die X-AG aus Gütersloh bestellt am 14.8.2020 einen neuen Maschinenpool von 20 Maschinen für 500 € pro Maschine bei der Y-AG aus Berlin. 

Am 31.12 2012 hat die X-AG noch nicht die Maschinen bezahlt, die Y-AG hat diese auch noch nicht geliefert (ansonsten wären gegenteilige Informationen aus der Aufgabenstellung ersichtlich).

Wenn nun der Lieferant, also die Y-AG, Aufwendungen von 600 € hat und nicht mehr, wie ursprünglich geplant, lediglich 200 €, so droht der Y-AG ein Verlust aus einem noch schwebenden Geschäft in Höhe von 600 – 500 = 100 €. Dieser Verlust bildet die Grundlage für die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (= Drohverlustrückstellung). Der Buchungssatz lautet

sonstiger betrieblicher Aufwand 100 € an sonstige Rückstellungen 100 €.  

Beispiel:

Die X-AG aus Gütersloh bestellt am 14.8.2020 einen neuen Maschinenpool von 20 Maschinen für 500 € pro Maschine bei der Y-AG aus Berlin. Am 1.12.2020 werden die Maschinen geliefert.

Weil der Kunde in diesem Fall bis zum Abschlussstichtag bereits bezahlt hat, schwebt das Geschäft nicht mehr. Die Bildung einer Drohverlustrückstellung ist in diesem Falle nicht möglich.

 

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