Immaterielle Wirtschaftsgüter

Wenn immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens selbst erstellt werden, so besteht handelsrechtlich die Möglichkeit, also das Wahlrecht, diese zu aktivieren. Steuerrechtlich ist allerdings vielmehr ein Aktivierungsverbot ausgesprochen (§ 5 II EStG).

Beispiel:

Es wird ein Patent von der X-AG aus Bochum im Jahre 2021 entwickelt. Hierfür sind Aufwendungen entstanden und bezahlt worden in Höhe von 5.000 €. Die X-AG möchte sich handelsrechtlich möglichst reich rechnen.

Handelsrechtlich dürfen die Aufwendungen aktiviert werden, statt sie in die Gewinn- und Verlustrechnung zu buchen. Es darf also der Buchungssatz gebildet werden

Vermögensgegenstände 5.000 € an  Guthaben bei Kreditinstituten 5.000 €.

Steuerrechtlich allerdings existiert ein Aktivierungsverbot (§ 5 II EStG). Vielmehr werden die 5.000 € steuerrechtlich als Aufwendung und als Auszahlung behandelt. Dies führt dazu, dass in einer Überleitungsrechnung nach § 60 II EStDV eine Korrektur des handelsrechtlichen Jahresüberschusses um 5.000 € nach unten (!) zu bilden ist.

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