Internationale Rechnungslegung: 11.9 Selbstkontrollaufgaben

11.9 Selbstkontrollaufgaben

Aufgabe 15:

Die World-AG mit Sitz in Hamburg ist ein kapitalmarktorientiertes Unternehmen nach IFRS. Sie muss einen Konzernabschluss erstellen. Der Einzelabschluss weist am 31.12.2011 gewisse Anteilsbesitze aus:

1) 25 % an der Ups-GmbH aus Frechen,

2) 50 % an der Hubert-AG aus Trier. Die restlichen 50 % werden von der Eva-GmbH aus Schweich gehalten. Die Eva-GmbH führt die Geschäfte der Hubert-AG,

3) 7 % an der Benedigt-GmbH mit Sitz in Bonn,

4) 65 % an der Theo S.A. mit Sitz in London,

5) 40 % an der Berta-AG mit Sitz in Berlin. Die World-AG bestimmt die Finanz- und Geschäftspolitik der Berta-AG.

Die Stimmrechtsanteile entsprechen den Kapitalanteilen.

a) Welche der o.e. Unternehmen sind in den weiten Konsolidierungskreis der World-AG einzubeziehen? Ziehe zur Begründung die notwendigen IAS/IFRS-Vorschriften heran.

b) Welche Konsolidierungsverfahren sind anzuwenden? Gehe auch ein auf die mögliche Behandlung der Anteile anderer Gesellschafter.

Aufgabe 16:

Welche Stichtagskursmethoden sind bekannt? Erläutere.

Aufgabe 17:

Die Nickel-AG als Mutter verkauft eine Maschine an ihre Tochter, die Marc-GmbH, zu Konzernherstellungskosten von 800 €. Diese setzt sie dann für die Produktion bei sich ein.

Wie ist die GuV-Konsolidierung durchzuführen?

Aufgabe 18:

Die Trulla-AG mit Sitz in Hamburg besitzt einen 100%-Anteil an der T-AG mit Sitz in Lausanne (CH). Diese fakturiert ihre Zahlungen in Schweizer Franken und erhält die Zahlungen auch in Schweizer Franken. Sie ist weitgehend unabhängig in Bezug auf die wirtschaftlichen Aktivitäten der Trulla-AG. Damit die Trulla-AG den Konzernabschluss zum 31.12.2011 erstellen kann, legt die T-AG folgende Bilanz und folgende GuV in ihrer Landeswährung, also CHF vor, die auf die Geschäftsstrategie der Trulla-AG abgestimmt sind:

Aktiva Passiva
PositionBetrag (Mio. CHF)PositionBetrag (Mio. CHF)
Anlagevermögen700Gezeichnetes Kapital 200
Umlaufvermögen500Jahresüberschuss300
langfristige Verbindlichkeiten250
kurzfristige Verbindlichkeiten450
Summe1200Summe1200
Gewinn- und Verlustrechnung
Aufwand Ertrag
PositionBetrag (Mio. CHF)Ertrag Betrag (Mio. CHF)
Materialaufwand550Umsatzerlöse1200
Abschreibungen250
diverser Aufwand100
Jahresüberschuss 300

Folgende Wechselkurse in der Preisnotierung, also in CHF/€, waren im Laufe des Jahres 2011 gegeben:

Wechselkurse für 1 CHF
11-01-011 CHF = 0,5 €
11-12-311 CHF = 0,8 €
Jahresdurchschnitt1 CHF = 0,7 €

Die Kursschwankungen waren im Laufe des Jahres 2011 unwesentlich.

a) Was versteht man unter dem Prinzip der funktionalen Währung? Was bewirkt, dass diese anzuwenden ist? Gib die notwendigen IAS/IFRS-Vorschriften an.

b) Nach welcher Methode ist in der vorliegenden Aufgabe der Jahresabschluss der T-AG umzurechnen? Gib die notwendigen IAS/IFRS-Vorschriften an.

c) Führe die Währungsumrechnung in der vorliegenden Aufgabe durch. Berechne auch die Umrechnungsdifferenzen und weise sie im Abschluss aus.

Aufgabe 19:

Die MU-AG besitzt 100 % an der TU-GmbH und liefert im Jahre 2011 eine Menge von 8.000 Ersatzteilen zu einem Preis von 20 € pro Stück an die TU. Die Anschaffungskosten der MU lagen bei 5 € pro Stück. Am 31.12.2011 hat die TU noch sämtliche gelieferten Teile auf Lager. Vernachlässige Steuern.

a) Wie ist der Sachverhalt in der Bilanz der MU-AG zu behandeln?

b) Wie ist der Sachverhalt in der Bilanz der TU-AG zu behandeln?

c) Wie ist der Sachverhalt in der Konzernbilanz zu behandeln?

Aufgabe 20:

Siehe die Angaben aus Aufgabe 19, nur dass im Jahre 2011 von der TU-GmbH 6.000 ME an konzernfremde Unternehmen verkauft wurden zu einem Preis von 30 € pro Stück.

a) Wie ist der Sachverhalt in der Bilanz der MU-AG zu behandeln?

b) Wie ist der Sachverhalt in der Bilanz der TU-AG zu behandeln?

c) Wie ist der Sachverhalt in der Konzernbilanz zu behandeln?

Aufgabe 21:

Im Jahre 2011 erwirbt die MU-AG eine Beteiligung in Höhe von insg. 50 % an der TU-GmbH. Die F-AG erwirbt die verbliebenen 50 %, die Leitung wird gemeinschaftlich ausgeübt. Welche der folgenden Aussagen zur Behandlung der TU-GmbH sind für die MU-AG richtig? Gehe von der Quotenkonsolidierung aus.

a) Sollten die Anschaffungskosten der Anteile der TU-GmbH höher sein als der anteilige Zeitwert des Eigenkapitals, so muss die MU-AG einen positiven Firmenwert aktivieren.

b) Sollten die Anschaffungskosten der Anteile der TU-GmbH höher sein als der anteilige Buchwert des Eigenkapitals, so muss die MU-AG einen positiven Firmenwert aktivieren.

c) Sollten die Anschaffungskosten der Anteile der TU-GmbH niedriger sein als der anteilige Zeitwert des Eigenkapitals, so muss die MU-AG einen positiven Firmenwert aktivieren.

d) Sollten die Anschaffungskosten der Anteile der TU-GmbH höher sein als der Zeitwert des Eigenkapitals, so muss die MU-AG einen positiven Firmenwert aktivieren.

e) Die MU-AG aktiviert die Hälfte des Zeitwerts der Aktiva der TU-GmbH.

f) Die MU-AG aktiviert den kompletten Buchwert der Aktiva der TU-GmbH.

g) Die MU-AG aktiviert den kompletten Zeitwert der Aktiva der TU-GmbH.

h) Die MU-AG aktiviert die Hälfte des Buchwerts der Aktiva der TU-GmbH.

Aufgabe 22:

Folgende vier Gesellschaften sind an der TU-GmbH beteiligt: die M1-GmbH mit 60 %, die M2-AG mit 20 %, die M3-AG mit 10 % und die M4-GmbH mit 10 %. Im Gesellschaftsvertrag ist festgelegt, dass für Geschäftsentscheidungen die Einstimmigkeitsregel gilt. Für die Anteile hat die M1 speziell einen Betrag von 700.000 € bezahlt. Die TU verfügte im Erwerbszeitpunkt über ein gezeichnetes Kapital in Höhe von 200.000 € und Rücklagen von 600.000 €. In den Aktivposten waren stille Reserven gebunden in Höhe von 300.000 €. Vernachlässige latente Steuern.

a) Muss die M1 die Anteile an der TU-GmbH konsolidieren? Wenn ja, wie?

b) Entsteht bei einer möglichen Konsolidierung durch die M1 ein positiver Firmenwert?

c) Wenn in b) konsolidiert werden sollte, wie lautet dann die Konsolidierungsbuchung bei der M1?

Aufgabe 23:

Am 2.1.2011 erwirbt die M1-GmbH 25 % der Anteile an der TU-GmbH. Die M1-GmbH hatte für die Anschaffung ihrer Anteile an der TU-GmbH am 2.1.2011 einen Betrag von 600.000 € entrichtet. Zu diesem Zeitpunkt lag das gezeichnete Kapital der TU-GmbH bei 1.000.000 €, es lagen Rücklagen vor von 600.000 €. In den Aktiva der TU-GmbH lagen stille Reserven vor in Höhe von 400.000 €. Die zugehörigen Vermögenswerte werden über fünf Jahre abgeschrieben. Am 31.12.2011 steht der M1-GmbH ein Anteil am Gewinn der TU-GmbH in Höhe von 60.000 € zu.

Wende die Equity-Methode an, berücksichtige keine latenten Steuern.

a) Was stellt die TU-GmbH für die M1-GmbH dar?

b) Wie wird die Beteiligung an der TU-GmbH bei der M1-GmbH zum Erwerbszeitpunkt ausgewiesen?

c) Berechne einen möglichen Unterschiedsbetrag, den die M1-GmbH durch den Erwerb der Anteile der TU-GmbH generiert.

d) Welche anteiligen stillen Reserven entfallen auf die M1-GmbH?

e) Entsteht bei der M1-GmbH durch den Erwerb der Anteile der TU-GmbH ein positiver Firmenwert?

f) Wie ist die Beteiligung an der TU-GmbH bei der M1-GmbH am 31.12.2011 auszuweisen?

 

Über Uns

Wir bieten seit 1994 Unterricht für BWL, VWL, Statistik und Mathematik. Mit uns bereiten Sie sich optimal auf Ihre Prüfung vor - kurz, knapp und auf den Punkt gebracht. Sie haben bei uns die Möglichkeit der Gruppenkurse und des Einzelunterrichts, der Präsenzkurse und der Skriptsammlungen.

Wer ist Online?

Im Moment ist niemand online.