Internationale Rechnungslegung: 14.6 Kapitalflussrechnung

14.6 Kapitalflussrechnung

Lösung 13:

Bei der direkten Ermittlung des Cash flows nimmt man auf die Zahlungsgrößen Bezug.

Fall 1
Einzahlungen0,7 · 480.000 = 336.000
Auszahlungen0,6 · 200.000 = 120.000
Cash flow216 000,00 €

b) Bei der indirekten Ermittlung des Cash flows geht man vom Periodenerfolg aus und addiert Aufwendungen, die nicht zahlungswirksam sind sowie subtrahiert Erträge, die nicht zahlungswirksam sind. Man erhält damit folgende Tabelle:

Positionen Fall 1
Periodengewinn480.000-200.000 = 280.000 €
+ nicht-zahlungswirksamer Aufwand0,4·200.000 = 80.000 €
– nicht-zahlungswirksamer Ertrag0,3·480.000 = 144.000 €
= Cash flow216 000,00 €

LAMBERT-METHODE:

Beide Verfahren führen hier zum identischen Ergebnis, denn wir haben alle nicht-zahlungswirksamen Aufwendungen und nicht-zahlungswirksamen Erträge erfasst. Sollte dem nicht so sein (und in den meisten Aufgaben ist es so), dann führen beide Verfahren nicht zum selben Ergebnis.

Lösung 14:

a) Die Zahlungswirksamkeit beläuft sich auf 119.000 €.

LAMBERT-METHODE:

Der Ertrag ist lediglich und ausschließlich für die Gewinn- und Verlustrechnung bedeutsam. Wenn hingegen die Zahlungsmittel auszurechnen sind, die der Unternehmung zufließen, so ist lediglich auf die Liquidität abzustellen. Durch die Abführung der USt. in Höhe von 19.000 € vermindert sich der Cash-Flow von 119.000 auf schließlich 100.000 €.

b) Die Amortisation Expenses, also die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, führen zu keiner Zahlung. Sie sind aufwandswirksam, nicht hingegen auszahlungswirksam. Der resultierende Cash-Flow ist damit 0 €.

c) Die gezahlten Dividenden haben eine Zahlungswirksamkeit von 320.000 €, der Cash-Flow sinkt mithin um 320.000 €

.

MERKE:

Die Dividenden sind zahlungswirksam, hingegen nicht aufwandswirksam.

d) Die Zuführung zu Rückstellungen ist aufwandswirksam, hingegen nicht auszahlungswirksam. Mithin kommt es zu keinem Abfluss des Cash-Flows.

LAMBERT-METHODE:

Der Buchungssatz zur Bildung einer Rückstellung ist:

Aufwand an Rückstellungen.

Es erfolgt damit nie eine Zahlungswirksamkeit bei Bildung der Rückstellung. Aufgabe der Rückstellung ist es ja gerade, den Verlust der Zukunft in die jetzige Periode vorwegzunehmen.

e) Der Kauf von Rohstoffen führt nur insofern zu einem Abfluss von Zahlungsmitteln, als das Bankkonto bzw. das Kassenkonto angesprochen ist. Im vorliegenden Fall liegt damit eine Auszahlung in Höhe von 0,2·40.000 = 8.000 € vor, der Cash-flow sinkt um 8.000 €.

f) Erfolgswirksame Zuschreibungen führen nicht zu einer Zahlung.

MERKE:

Der Buchungssatz lautet:

Finanzanlagen an sonstige betriebliche Erträge.

Es liegt mithin keine Cash-Flow-Wirkung vor.

g) Der Kauf der Maschine ist mit einer Auszahlung von 300.000 € verbunden. Die Abschreibung ist hingegen nicht zahlungswirksam, der Cash flow nimmt um 300.000 € ab.

h) Die Bestandserhöhung bei Inventories of finished goods führt zu einem Ertrag, nicht hingegen zu einer Auszahlung. Es liegt also keine Zahlungswirksamkeit vor.

i) Die Revenues (= Umsätze) sind nur in Höhe von 70 % zahlungswirksam. 30 % der Umsätze hingegen werden noch nicht bezahlt und erhöhen insofern lediglich die Forderungen. Es kommt also zu einer Erhöhung des Cash flows in Höhe von 0,7·2.000.000 = 1.400.000 €.

LAMBERT-METHODE:

Vergleiche zum Cash-Flow-Begriff das Kapitel Error: Reference source not found.

 

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