Internationale Rechnungslegung: 17.1 Prinzipien

17.1 Prinzipien

Lösung 61:

Zunächst ist der Wert der Maschine als auch der Neubewertungsrücklage am Ende des Jahres 2009 zu buchen. Die jährliche Abschreibung liegt bei 600.000/10 = 60.000 €.

31.12.2009: Maschine 600.000 €, Neubewertungsrücklage 100.000 €.

31.12.2012: Maschine 420.000 €, Neubewertungsrücklage 70.000€, Gewinnrücklage 30.000 €.

Der Wert der Maschine am Ende des Jahres 2012 errechnet sich als 600.000 – 3·60.000 = 420.000 €. Die Neubewertungsrücklage wird über zehn Jahre aufgelöst und liegt damit drei Jahre nach ihrer Erstellung nicht mehr bei 100.000, sondern bei 70.000 €.

Im Falle

a), dass also der fair value oberhalb des Buchwerts von 420.000 € liegt, muss eine Zuschreibung erfolgen, die Rücklage steigt in diesem Fall erfolgsneutral an um 30.000 €. Der Buchwert der Maschine liegt bei 450.000 €. Es kommt zu keiner Erfolgswirkung, man bucht

Maschine an Neubewertungsrücklage 30.000 €.

b) Der fair value entspricht mit 420.000 € genau dem Buchwert, man erhält insofern keine Änderung und auch keinen Erfolgseffekt.

c) Wenn der fair value mit 400.000 € unterhalb des Buchwerts liegt, so ist eine teilweise Auflösung der Neubewertungsrücklage erforderlich, diese wird um 20.000 € aufgelöst. Der Buchwert des Gebäudes liegt damit bei 400.000 €, die Rücklage bei 50.000 €. Es liegt kein Erfolgseffekt vor. Man bucht

Neubewertungsrücklage an Maschinen 20.000 €.

d) Wenn der fair value bei 350.000 € liegt, so hat eine vollständige Auflösung der Neubewertungsgrundlage zu erfolgen. Man erhält damit als Buchwert der Maschine 350.000 €, die Neubewertungsrücklage liegt bei 0 €. Gebucht wird

Neubewertungsrücklage an Maschine 70.000 €.

Im Falle e), dass also der Fair Value bei 300.000 € liegt, liegt der Wert damit unterhalb des Buchwertes, es muss insbesondere eine vollständige Auflösung der Neubewertungsrücklage erfolgen. Zusätzlich hierzu ist eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe des überschüssigen Betrags, also in Höhe von 120.000 – 70.000 = 50.000 € vonnöten. Damit kommt es zu einem Erfolgseffekt in Höhe von 50.000 € (Verlust), der Buchwert des Gebäudes liegt bei 300.000, die Gewinnrücklagen bei 0 €, der zusätzliche Aufwand beträgt 50.000 €. Man bucht also, mit anderen Worten,

Neubewertungsrücklage 70.000 €

sonstiger betr. Aufwand 50.000 € an Maschinen 120.000 €.

LAMBERT-METHODE:

Vergleiche zur Neubewertungsmethode beispielhaft (!) Kapitel 5.2.1.2.2 .

Lösung 62:

Man berechnet den Erwartungswert für die einzelnen Jahre und zinst diese dann auf heute, also den Anfang des Jahres 2009, ab. Damit rechnet man für das Jahr 2009 entsprechend

Erwartungswert = 0,4·100.000 + 0,25·150.000 + 0,35·210.000

= 151.000 €.

Für das Jahr 2010 erhält man entsprechend 143.500, für das Jahr 2011 kalkuliert man 121.000 €. Damit werden die erwarteten Einzahlungsüberschüsse der nächsten Perioden abgezinst, man erhält einen Barwert von

C0 = E(EZÜ1)/1,15 + E(EZÜ2)/1,152 + E(EZÜ3)/1,153

= 151.000/1,15 + 143.500/1,152 + 121.000/1,153

= 131.304,35 + 108.506,62 + 79.559,46

= 319.370,43 €.

b) Im Falle der Risikoscheu muss der Erwartungswert zur Berechnung der Sicherheits-Äquivalente nach unten angepasst werden. Wenn man einen Abschlag von 15 % vornimmt, so erhält man die folgenden Werte:

Für das Ende des Jahres 2009 kalkuliert man 0,85·151.000 = 128.350, für das Jahr 2010 rechnet man man 0,85*143.000 = 121.550, für das Jahr 2011 entsprechend 121.000*0,85 = 102.850. Diese Werte werden entsprechend mit sechs Prozent abgezinst, man erhält als Barwert entsprechend:

Barwert = 121.550/1,06 + 121.975/1,06+ 102.850/1,06

= 309.581,97.

LAMBERT-METHODE:

Vergleiche zur Methode der Barwertberechnung Kapitel 5.2.2.2.2 .

 

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