Internationale Rechnungslegung: 5.2 Spezielle Vorschriften

5.2 Spezielle Vorschriften

5.2.1 Immaterielle Vermögenswerte

Wir unterteilen in

  • Erstbewertung und
  • Folgebewertung.

Die Erstbewertung umfasst die Einbuchung des Assets, die Folgebewertung hingegen beschreibt die Höhe des Ansatzes in den Folgejahren, d.h. es geht um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen als auch um Zuschreibungen im Rahmen der Wertaufholung.

5.2.1.1 Erstbewertung

Die Erstbewertung immaterieller Vermögenswerte erfolgt mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, je nachdem, ob der Vermögensgegenstand selbst erstellt wurde oder fremdbeschafft ist. Es ist der Standard IAS 38 zu beachten.

MERKE:

Es treten beim Ansatz selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte im Anlagevermögen in der IFRS-Bilanz latente Steuern auf, denn § 5 II EStG verbietet den Ansatz eines solchen Postens. Insofern entsteht eine zeitliche Gewinndifferenz, denn das Ergebnis des Handelsrechts ist zunächst höher als das steuerrechtliche, was sich in den Folgejahren umkehrt.

5.2.1.2 Folgebewertung

Möglich sind zwei Arten der Bewertung in den Jahren nach der Anschaffung:

  • Anschaffungskostenmodell und
  • Neubewertungsmodell.
5.2.1.2.1 Anschaffungskostenmodell

Beim Anschaffungskostenmodell sind die historical costs die Wertobergrenze. Es erfolgt keine Zuschreibung über die fortgeführten Anschaffungskosten hinaus.

LAMBERT-METHODE:

Der Ausdruck „fortgeführte“ Anschaffungskosten ist hierbei ein Terminus technikus, dessen Bedeutung oftmals unterschätzt wird. Er bedeutet nämlich Anschaffungskosten abzgl. planmäßiger Abschreibungen (und nur dieser!). Die erfolgten außerplanmäßigen Abschreibungen gehören nicht zu den „fortgeführten“ Anschaffungskosten. Deshalb darf eine einmal erfolgte außerplanmäßige Abschreibung auch nicht bis auf die historischen Anschaffungskosten zurückgenommen werden, sondern eben nur bis auf die Höhe der fortgeführten. Die einmal erfolgten planmäßigen Abschreibungen bleiben also bestehen und werden nicht revidiert.

5.2.1.2.2 Neubewertungsmodell

Beim Neubewertungsmodell hingegen wird auf den Fair Value aktuell bewertet. Voraussetzung des Neubewertungsmodells ist allerdings, dass ein aktiver Markt vorliegt. Dieser ist charakterisiert durch

  • homogene Produkte,
  • auf dem vertragswillige Käufer und Verkäufer
  • jederzeit gefunden werden und
  • auf welchem die Preise direkt zur Verfügung stehen.

Wir unterscheiden hier

  • immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer
    • finite useful life
  • immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer
    • indefinite useful life.

Bei jenen mit unbegrenzter Nutzungsdauer erfolgt keine planmäßige Abschreibung.

LAMBERT-METHODE:

Wenn überhaupt, wird also lediglich außerplanmäßig (!) abgeschrieben. Dies erfolgt im Rahmen eines jährlichen Impairment Tests. Es erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung, wenn der recoverable amount < Buchwert. Zudem besteht eine Zuschreibungspflicht.

Bei den Assets mit begrenzter Nutzungsdauer ist es ähnlich. Man schreibt allerdings planmäßig über die Laufzeit ab und zusätzlich außerplanmäßig, wenn der recoverable amount < Buchwert. Es besteht eine Zuschreibungspflicht (= Wertaufholung).

5.2.2 Sachanlagen

Wir untescheiden, auch bei Sachanlagen (= Property, Plant and Equipment) in

  • Erstbewertung und
  • Folgebewertung.

Die Erstbewertung umfasst die Einbuchung des Assets, die Folgebewertung hingegen beschreibt die Höhe des Ansatzes in den Folgejahren, d.h. es geht um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen als auch um Zuschreibungen im Rahmen der Wertaufholung.

5.2.2.1 Erstbewertung

Wichtig ist der sog. Komponentenansatz. Hiernach wird ein (großer) Vermögenswert aufgeteilt in mehrere kleine. Diese werden getrennt voneinander einer (unterschiedlichen) Folgebewertung unterzogen, d.h. insb. getrennt voneinander abgeschrieben.

Beispiel 18:

Ein Flugzeug wird im Januar 2009 für 1.000.000 € erworben. Hiervon lassen sich dem Rumpf 2/3 zurechnen, den Flügeln 1/3. Der Rumpf hat eine Nutzungsdauer von 20 Jahren, die Flügel von zehn Jahren. Beide Teile werden linear abgeschrieben.

Es ergibt sich damit für das Jahr 2009 eine Abschreibung auf den Rumpf von 1.000.000∙(2/3)∙(1/20) = 33.333,33 €, für die Flügel entsprechend von 1.000.000∙(1/3)∙(1/10) = 33.333,33 €, und damit eine Abschreibung von 2∙33.333,33 = 66.666,67 € auf das Flugzeug insgesamt und also ein Restbuchwert am Ende des Jahres 2009 von 1.000.000 – 66.666,67 = 933.333,33 €.

5.2.2.2 Folgebewertung

Wir unterscheiden

  • planmäßige und
  • außerplanmäßige

Abschreibungen.

Schließlich besteht noch in gewissen Fällen die Möglichkeit (genauer gesagt, die Pflicht) zur Wertaufholung, d.h. zur Zuschreibung.

5.2.2.2.1 Planmäßige Abschreibungen

Planmäßige Abschreibungen haben zwei unterschiedliche Motivationen:

  • Wiedergabe der Abnutzung und
  • Verteilung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten über die Laufzeit (= periodengerechte Aufwandsverteilung).

Es gibt unterschiedliche Methoden der planmäßigen Abschreibungen:

  • lineare Methode (= straightline method)
  • degressive Methode (= diminishing balance method)
  • Methode der Leistungsabschreibung (= units of production method).
5.2.2.2.1.1 Lineare Abschreibung

Bei der linearen Abschreibung (= straightline method) wird der Abschreibungsausgangswert AK/HK mit konstanten Raten auf die Laufzeit n verteilt. Sollte es am Ende der Laufzeit zu einem Restbuchwert Rn kommen, dann lautet die Formel für die Abschreibungsbeträge ABt im t-ten Jahr, t = 1,…,n:

ABt = (AK – RBWn)/n.

Sie ist die in der Praxis am häufigsten verwendete Abschreibungsmethode. Wir rechnen die unterschiedlichen Abschreibungsmethoden an einem Beispiel durch:

Beispiel 19:

Die X-AG hat einen Vermögensgegenstand in Höhe von 9.000 € erworben. Zur Inbetriebnahme der Maschine fielen zusätzlich 4.000 € an. Die Nutzungsdauer liegt bei zehn Jahren, der Restbuchwert am Ende der Laufzeit liege bei 2.000 €. Die X-AG erhielt vom Lieferanten einen Rabatt in Höhe von 1.000 €. Wie sind die Abschreibungsbeträge und die jeweiligen Restbuchwerte zu bemessen?

Die Anschaffungskosten liegen bei = 9.000 + 4.000 – 1.000 = 12.000 €. Folglich werden abgeschrieben AB = (12.000 – 2.000)/10 = 1.000 €. Bei der linearen Abschreibungsmethode kommt es damit zu folgendem Abschreibungsplan:

Jahr

Abschreibung

Restbuchwert

1

1.000

11.000

2

1.000

10.000

3

1.000

9.000

4

1.000

8.000

5

1.000

7.000

6

1.000

6.000

7

1.000

5.000

8

1.000

4.000

9

1.000

3.000

10

1.000

2.000

Tab. 16: Abschreibungsplan bei linearer Abschreibung

5.2.2.2.1.2 Degressive Abschreibung

Bei der geometrisch-degressiven Abschreibung (= diminishing balance method) bemisst sich der Abschreibungsbetrag ABt des Jahres t als fester Prozentwert p des Restbuchwerts des Vorjahres RBWt-1, d.h.

RBWt = p·RBWt – 1.

Wenn man speziell den Restbuchwert Rn am Ende der Laufzeit bereits am Anfang kennt, so lässt sich der hierfür notwendige Prozentwert p*, der auf einen Restwert von Rn nach n Jahren führt, berechnen als

p* = 1 – (Rn/AK)1/n.

Im vorliegenden Beispiel 19 rechnet man daher folgendermaßen:

p* = 1 – (Rn/AK)1/n

= 1 – (2.000/12.000)1/10

= 0,16404

= 16,404 %.

Nur ein fester Prozentsatz von p* = 16,404 % sorgt bei geometrisch-degressiver Abschreibungsweise dafür, dass man nach n = 10 Jahren einen Restbuchwert von R10 = 2.000 € erhält.

Jahr

Abschreibung

Restbuchwert

1

1.968,49

10.031,51

2

1.645,58

8.385,93

3

1.375,64

7.010,29

4

1.149,98

5.860,31

5

961,33

4.898,98

6

803,63

4.095,35

7

671,81

3.423,54

8

561,60

2.861,94

9

469,48

2.392,46

10

392,46

2.000,00

Tab. 17: Geometrisch-degressive Abschreibung

5.2.2.2.1.3 Leistungsabhängige Abschreibung

Bei der leistungsabhängigen Abschreibung (= units of production method) wird nach Maßgabe der verbrauchten Leistungseinheiten planmäßig abgeschrieben.

Beispiel 20:

Die Addo-AG produziert mit einer für 10.000 € gekauften Maschine Fußbälle. Die Anzahl der produzierten Bälle beträgt 2.000 für das erste Jahr, 3.000 Bälle für das zweite, 1.500 für das dritte und schließlich 2.500 für das vierte und letzte Jahr. Am Ende der Nutzungsdauer wird ein Restbuchwert von 200 € erzielt. Berechne den Abschreibungsplan bei der units of production Methode.

Es werden insgesamt 2.000 + 3.000 + 1.500 + 2.500 = 9.000 Bälle hergestellt, davon im ersten Jahr 2.000 (d.h. 22,22 % der gesamten Produktion), im zweiten Jahr 33,33 % usw.:

Jahr Anteil an produzierten Mengeneinheiten insg.Abschreibung Restbuchwert
122,22%2.177,78 (=9.800·0,22)7822,22
233,33%3266,67 (= 9.800·0,333)4555,56
316,67%1633,332922,22
427,78%2722,22200

Tab. 18: Leistungsabhängige Abschreibung

5.2.2.2.2 Außerplanmäßige Abschreibungen

Wir gehen folgendermaßen vor.

LAMBERT-KOCHREZEPT IMPAIRMENT TEST:

1. Zunächst muss ermittelt werden, ob Zeichen für eine Wertminderung (= Impairment) vorliegen. Dies ist der eigentliche Impairment Test.

2. Danach muss der erzielbare Betrag (= recoverable amount) ermittelt werden. Dieser errechnet sich durch

recoverable amount = max(beizulegendem Zeitwert abzgl. Verkaufskosten; Nutzungswert)

= max(Fair Value less Cost to sell; Va lue in use).

3. Hierbei ist der

Nutzungswert = Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsüberschüsse des Assets.

Der Nutzungswert lässt sich mit der

  • Risikozuschlags- als auch mit der
  • Sicherheitsäquivalentmethode

berechnen.

a) Risikozuschlagsmethode

– Bilde den Erwartungswert der Einzahlungsüberschüsse,

– nimm einen Abschlag hierauf vor,

– bilde daraus die Sicherheitsäquivalente,

– zinse diese ab.

b) Sicherheitsäquivalentmethode

Das Sicherheitsäquivalent ist jener sichere Betrag, der einer unsicheren Wahrscheinlichkeitsverteilung von Einzahlungsüberschüssen gleich geschätzt wird. Die als „sicher geschätzten“ Zahlungen werden mit dem sicheren Zinssatz abgezinst.

Hierbei ist wichtig, dass der Fair Value ein Marktwert ist. Er wird vom Absatzmarkt abgeleitet. Aus genau diesem Grunde werden die Verkaufskosten abgezogen. Der Nutzungswert hingegen wird nicht vom Markt bestimmt, sondern vielmehr unternehmensintern.

Beispiel 21:

Die Trulla-AG denkt über die Anschaffung einer Maschine nach, mit der sich in der nächsten Periode entweder ein Zahlungsüberschuss von 80.000 € (mit Wahrscheinlichkeit 0,3) bzw. 50.000 € (mit Wahrscheinlichkeit von 0,6) oder auch 40.000 € (mit der restlichen Wahrscheinlichkeit) erzielen lässt. Der sichere Zinssatz liegt bei 5 %, der Abschlag vom Erwartungswert wird in Höhe von 8 % vorgenommen, denn der Leiter der Finanzabteilung, Fritz Vorsichtig, ist risikoscheu.

Bestimme den Nutzungswert der Maschine mit der Sicherheitsäquivalentmethode.

Zunächst berechnet man den Erwartungswert μ als

μ = Σxi∙f(xi)

= 80.000∙0.3 + 50.000∙0,6 + 40.000∙0,1

= 24.000 + 30.000 + 4.000

= 58.000 €.

Der Abschlag hierauf beträgt 0,08∙58.000 = 4.640 €, mithin beträgt das

Sicherheitsäquivalent = Erwartungswert – Abschlag

= 58.000 – 4.640

= 53.360 €.

Dieses Sicherheitsäquivalent wird eine Periode lang abgezinst, man erhält einen Nutzungswert von

NW = SÄ/(1 + i)

= 53.360/(1 + 0,05)

= 50.819,05 €.

Beispiel 22:

Berechne den Nutzungswert für die Zahlen aus dem Beispiel 21 mit der Risikozuschlagsmethode.

LAMBERT-WIEDERHOLUNG:

Die Frage bei der Risikozuschlagsmethode lautet: mit welchem Risikozuschlag muss man den Barwert abzinsen, damit derselbe Nutzungswert resultiert wie bei der Sicherheitsäquivalentmethode?

Man rechnet

Nutz.wertSicherheitsäqu.meth.= Erwartungswert/[1 + risikoloser Zins + Risikozuschlag]

=› 50.819,05 = 58.000/[1 + 0,05 + Risikozuschlag]

=› Risikozuschlag = 58.000/50.819,05 – 1 – 0,05 = 9,13 %.

Ein Risikozuschlag von 9,13 % sorgt also dafür, dass der Nutzungswert bei 50.819,05 € liegt.

Beispiel 23:

Gegeben sei die Trulla-AG aus Beispiel 21. Zusätzlich sei bekannt, dass bei einer Veräußerung ein Betrag von 45.000 € zu erzielen wäre. Der Buchwert der Maschine liegt nach einer planmäßigen Abschreibung von 15.000 € bei 55.000 €.

a) Bestimme den recoverable amount.

b) Bestimme die außerplanmäßige Abschreibung.

a) Der erzielbare Betrag liegt bei

recoverable amount = max(beizulegendem Zeitwert abzgl. Ver kaufskosten; Nutzungswert)

= max(45.000; 50.819,05)

= 50.819,05 €.

b) Man merke sich folgende Begriffe.

MERKE:

– Depreciation Expense planmäßige Abschreibungen

– Impairment Loss

(= Wertänderungsverlust) außerplanmäßige Abschrei bung.

Im vorliegenden Beispiel 23 erhält man daher

Dr Depreciation Expense 15.000 Cr Machinery 15.000

Dr Impairment Loss 4.180,95Cr Machinery 4.180,95.

5.2.2.2.3 Zuschreibungen

Wenn später die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wegfallen, liegt ein Grund für eine sog. Wertaufholung vor. Wir unterscheiden die Wertaufholung im

  • Anschaffungskostenmodell und im
  • Neubewertungsmodell.
5.2.2.2.3.1 Anschaffungskostenmodell

LAMBERT-REGEL:

Es wird im Anschaffungskostenmodell zugeschrieben auf den

  • recoverable amount = max(Fair Value less Cost to sell; Value in Use),
  • maximal aber auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Beispiel 24:

Eine Maschine wird angeschafft und außerplanmäßig abgeschrieben. Später möge der Grund, welcher zu der außerplanmäßigen Abschreibung geführt hat, wieder entfallen. Der Buchwert nach der außerplanmäßigen Abschreibung am 31.12.2009 liegt bei 180.000 €. Der Recoverable Amount ist nun auf 220.000 € angestiegen. Die fortgeführten Anschaffungskosten betragen

a) 230.000 € und

b) 210.000 €.

Auf welchen Betrag muss zugeschrieben werden?

Maximal darf auf die Höhe der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten zugeschrieben werden.

a) Es erfolgt eine Zuschreibung auf den

  • recoverable amount = max(Fair Value less Cost to sell; Value in Use),
  • maximal aber auf die fortgeführten Anschaffung- oder Herstellungskosten,

konkret auf recoverable amount = 220.000 €, maximal aber auf fortgeführte Anschaffungskosten in Höhe von 230.000 €, d.h. also auf insgesamt 220.000 €.

b) Es kommt zu einer Zuschreibung auf den

  • recoverable amount = max(Fair Value less Cost to sell; Value in Use),
  • maximal aber auf die fortgeführten Anschaffung- oder Herstellungskosten,

konkret auf recoverable amount = 220.000 €, maximal aber auf fortgeführte Anschaffungskosten in Höhe von 210.000 €, d.h. also auf 210.000€.

5.2.2.2.3.2 Neubewertungsmodell

Bei der Neubewertungsmethode ist die Folgebewertung eines Assets nicht (!) auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten beschränkt. Es kann also vielmehr auch höher bewertet werden.

LAMBERT-WIEDERHOLUNG FAIR VALUE:

Der Fair Value ist jener Betrag, zu dem ein Asset zwischen

  • sachverständigen,
  • vertragswilligen und
  • unabhängigen

Parteien getauscht werden könnte. Es sind insb. keine Erwerbsnebenkosten zu berücksichtigen.

Nun das Rechenschema zur Neubewertung.

LAMBERT-KOCHREZEPT NEUBEWERTUNGSMODELL:

1. Zunächst wird im Rahmen der Erstbewertung der Zuschreibungsbetrag erfolgsneutral (!) behandelt, d.h. in eine sog. Neubewertungsrücklage (= Revaluation Surplus) eingestellt. Der Buchungssatz hierzu lautet also

Dr Asset Cr Revaluation Surplus.

2. Hiernach wird in der Folgebewertung der Fair Value des Assets planmäßig abgeschrieben und die Neubewertungsrücklage

  • teilweise aufgelöst (und zwar erfolgsneutral), d.h. in die einbehaltenen Ergebnisse (= Retained Earnings) umgebucht, oder
  • beibehalten

Beispiel 25:

Am 31.12.2009 beträgt der Restbuchwert eines Vermögenswerts 500.000 €, sein Fair Value hingegen liegt bei 540.000 €. Die Restnutzungsdauer des Vermögenswerts lautet acht Jahre.

a) Bewerte den Vermögenswert nach der Neubewertungsmethode.

b) In welcher Höhe kommt es zu einer Zuschreibung?

c) Wie lautet der Buchungssatz?

a) Der Buchwert liegt nach der Neubewertungsmethode bei 540.000 €.

b) Es findet eine Zuschreibung statt in Höhe von 40.000 €, die in die Neubewertungsrücklage eingestellt wird.

c) Der Buchungssatz lautet

Dr Machinery 40.000 € Cr Revaluation Surplus 40.000 €.

Beispiel 26:

Wie ist bei den Zahlen aus Beispiel 25 in den Folgejahren, also ab dem Jahr 2010, zu verfahren? Wie wird also insb. die Maschine im Jahre 2010 bewertet, wie die Neubewertungsrücklage bei anteiliger Umbuchung in die einbehaltenen Gewinne?

Das Asset wird mit 540.000/8 = 67.500 € pro Jahr abgeschrieben, die Neubewertungsrücklage kann anteilig mit 40.000/8 = 5.000 € aufgelöst werden. Der Buchungssatz hierzu lautet

Dr Revaluation Surplus 5.000 € Cr Retained Earnings 5.000 €.

Der Restbuchwert am 31.12.2010 liegt bei 540.000 – 67.500 = 472.500 € für die Maschine und 40.000 – 5.000 = 35.000 € für die Neubewertungsrücklage.

Beispiel 27:

Der Vermögenswert aus Beispiel 26 wird im Januar 2011 verkauft, und zwar für einen Preis von

a) 472.500 € bzw.

b) 460.000 €.

Wie lauten die Buchungssätze?

Man erhält

a)

Dr Cash 472.500 € Cr Machinery 472.500 €

Dr Revaluation Surplus 35.000 € Cr Retained Earnings 35.000 €

b)

Dr Revaluation Surplus 12.500 € Cr Mashinery 12.500 €

Dr Cash 460.000 € Cr Machinery 460.000 €

Dr Revaluation Surplus 22.500 € Cr Retained Earnings 22.500 €.

LAMBERT-KOCHREZEPT

Was passiert nun, wenn der Fair Value sinkt? Dann ist…

1. die Neubewertungsrücklage ganz oder teilweise über den Aktivposten aufzulösen.

2. Wenn danach noch gilt Fair Value < Restbuchwert, dann wird die Differenz als Aufwand verrechnet. Eine negative Rücklage entsteht nicht.

Beispiel 28:

Am 5.1.2009 wird ein Asset für 300.000 € gekauft und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Der Wert der Neubewertungsrücklage sei am 31.12.2011 schließlich 70.000 €, der Fair Value liege bei 90.000 €.

Wie ist mit der Neubewertungsrücklage umzugehen? Nenne den Buchungssatz.

Der vorläufige Wert des Vermögenswerts liegt Ende des Jahres 2011 bei

vorl. Wert2011 = Anschaffungskosten – kumul. planmäßige Ab schreib.

= 300.000 – 3·(300.000/5)

= 300.000 – 3·60.000

= 300.000 – 180.000

= 120.000 €.

Es geht somit um eine Wertminderung in Höhe von

Wertminderung = vorl. Wert2011 – Fair Value2011

= 120.000 – 90.000

= 30.000 €.

Die Neubewertungsrücklage wird in dieser Höhe aufgelöst (Schritt 1 des o.e. Kochrezepts), weil ihr Umfang von 70.000 € dies zulässt (Schritt 2 daher nicht notwendig).

Der Buchungssatz lautet

Dr Revaluation Surplus 30.000 € Cr Asset 30.000 €.

Der Fair Value von 90.000 € wird alsdann in den Jahren 2012 und 2013 linear mit 45.000 € pro Jahr abgeschrieben.

Beispiel 29:

Zahlen so wie in Beispiel 28, aber der Fair Value liegt Ende des Jahres 2011 bei 40.000 €.

Wie ist mit der Neubewertungsrücklage umzugehen?

Der vorläufige Wert liegt bei 120.000 €, die Wertminderung, um die es geht, liegt somit bei

Wertminderung = vorl. Wert2011 – Fair Value2011

= 120.000 – 40.000

= 80.000 €.

Die Neubewertungsrücklage von 70.000 € ist daher vollständig aufzulösen und zusätzlich sind 10.000 € als Aufwand zu verrechnen.

Schließlich ist noch zu klären, was mit der Neubewertungsrücklage passiert, wenn der Grund für eine vorherhende außerplanmäßige Abschreibung entfällt.

LAMBERT-KOCHREZEPT NEUBWERTUNGSRÜCKLAGE BEI WERTAUFHOLUNGEN:

1. Zunächst ist erfolgswirksam zuzuschreiben bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

2. Alsdann ist ein darüber hinausgehender Betrag erfolgsneutral in die Neubewertungsrücklage zu buchen.

Beispiel 30:

Am 5.1.2009 wird ein Vermögenswert für 300.000 € gekauft und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Der Wert der Neubewertungsrücklage sei am 31.12.2011 schließlich 70.000 €, der Fair Value liege bei 90.000 €. Am 31.12.2012 betrage der Fair Value 65.000 €.

Wie ist mit der Neubewertungsrücklage umzugehen?

Der vorläufige Wert liegt bei

vorl. Wert2012 = Restbuchwert2011 – planmäßige Abschreibung2012

= 90.000 – 45.000

= 45.000 €.

Es ist auf den Fair Value von 65.000 € eine Wertaufholung vorzunehmen, d.h. in Höhe von 20.000 €. Die fortgeführten Anschaffungskosten liegen bei

fortgef. AK = histor. AK – kumulierte planmäßige Abschrei bungen

= 300.000 – 4·(300.000/5)

= 300.000 – 4·60.000

= 300.000 – 240.000

= 60.000 €.

Also erfolgt die Wertaufholung von 20.000 €

  • in Höhe von 15.000 € erfolgswirksam auf die fortgeführten Anschaffungskosten und
  • in Höhe von 5.000 € erfolgsneutral als Erhöhung der Neubewertungsrücklage:

Sachanlagen 20.000 € an sonstige betriebliche Erträge 15.000 €

Neubewertungsrücklage 5.000 €.

5.2.3 Geschäfts- oder Firmenwert

MERKE:

Im Einzelabschluss wird ein Goodwill ausschließlich durch einen Asset Deal begründet, im Konzernabschluss ausschließlich durch einen Share Deal.

5.2.3.1 Erstbewertung

Der Goodwill wird zunächst angesetzt mit

Goodwill = Gesamt-Fair Value des erworbenen Unterneh mens – Fair Value des Nettovermögens

= Kaufpreis – (Zeitwert Vermögen – Zeitwert Schulden)

Hierbei ist für den Fair Value wichtig, dass er von einem

  • sachkundigen und
  • unabhängigen Erwerber
  • für das gesamte Unternehmen bezahlen würde,
  • wenn für diesen kein Kauf- oder Verkaufsdruck besteht.

5.2.3.2 Folgebewertung

Ein wichtiger Unterschied zum HGB gleich vorweg.

LAMBERT-METHODE:

Es findet bei IFRS keine planmäßige Abschreibung statt, sondern lediglich (wenn überhaupt) eine außerplanmäßige.

Folgendes Vorgehen möge den Umgang mit einem Goodwill in den Folgeperioden zusammenfassen.

LAMBERT-KOCHREZEPT FOLGEBEWERTUNG GOODWILL.

1. Teile den entgeltlichen Firmenwert durch eine Kaufpreisallokation auf sog. Cash generating Units (CGU) auf.

2. Prüfe, ob gilt

Buchwert der CGU (inkl. Firmenwert)

> Recoverable Amount der CGU

= max(Fair Value less Cost to sell; Value in use).

3. Wenn nein, mache nichts.

4. Wenn ja,

a) verrechne den Aufwand zunächst mit dem derivativen Goodwill der CGU

reduziere hierbei die „gefährlichsten“ Posten zuerst

b) vermindere die Vermögenswerte der CGU erst nach vollständiger Abschreibung des Firmenwerts, und zwar buchwertproportional, bis auf

Restwert nach

Abschreibung = max(Fair Value less Cost to sell; Value in Use; 0).

5. Ist Grund für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen?

a) Schreibe dann (die Vermögenswert!) buchwertproportional wieder zu, nämlich bis auf

maximale Zuschreibung

= min(fortgeführte Anschaffungskosten; recoverable amount).

b) Eine Zuschreibung des Firmenwerts darf allerdings nicht erfolgen.

Beispiel 31:

Die Trulla AG verfügt über zwei Geschäftsbereiche A und B. Die Vermögenswerte des ersten haben am 31.12.2009 einen Buchwert von 300.000 €, jene des zweiten von 350.000 €. Der Buchwert des Firmenwerts liegt Ende des Jahres 2009 schließlich bei 300.000 € und wird auf die beiden Bereiche im Verhältnis 1:2 aufgeteilt. Der recoverable amount liegt für Bereich A bei 320.000 €, für Bereich B beträgt er 600.000 €.

Muss eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen werden?

Die folgende Tabelle verdeutlicht die Problematik.

PostitionenBereich ABereich B
Buchwert Assets300 000,00 €350 000,00 €
+ Anteiliger Goodwill100 000,00 €200 000,00 €
= Buchwert Assets mit Goodwill400 000,00 €550 000,00 €
Recoverable amount320 000,00 €600 000,00 €
Pflicht zur außerplanmäßigen Abschreibung?janein
Höhe der Abschreibung80 000,00 €0,00 €
davon Reduktion des

anteiligen Goodwills

80 000,00 €0,00 €
davon Reduktion der

Vermögenswert

0,00 €0,00 €

Tab. 19: Abschreibung auf Goodwill

5.2.4 Financial Assets

Wir unterscheiden unterschiedliche Kategorien von Wertpapieren:

  • Financial Assets held for Trading,
  • Financial Assets Held-to-Maturity,
  • Available-for-Sale Financial Assets.

5.2.4.1 Erstbewertung

Die Wertpapiere Financial Assets Held-to-Maturity sollen bis zur Fälligkeit gehalten werden und sind Gläubigerpapiere, sie werden dem Anlagevermögen zugeordnet. Sie werden zunächst mit ihrem Fair Value bewertet.

Die Financial Assets held for trading werden ebenfalls mit ihrem Fair Value erstbewertet, wobei die direkt zuordenbaren Nebenkosten zugerechnet werden.

5.2.4.2 Folgebewertung

Wertpapiere werden nicht planmäßig, sondern höchstens außerplanmäßig abgeschrieben.

Financial Assets held for trading werden erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Dies heißt, besser ausgedrückt, dass Gewinne und Verluste, die aus Kursänderungen resultieren, als Ertrag oder Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden.

Bei available for sale financial assets ist der Fall deutlich komplizierter.

5.2.5 Vorräte

Wir unterscheiden den

  • Normalfall und die
  • Langfristfertigung.

5.2.5.1 Normalfall

Es gilt hier folgendes:

  • Grundsatz
    • Einzelbewertung
  • erlaubte Ausnahmen
    • gewogene Durchschnittsmethode und
    • Fifo-Methode.

Hierbei wird eine bestimmte Verbrauchsfolge bzw. Veräußerungsfolge gestellt. Wir besprechen die unterschiedlichen Methoden an dem folgenden Beispiel.

Beispiel 32:

Der Anfangsbestand sei am 1.1. eines Jahres 100 kg à 105 €. Es erfolgen Zugänge am 1. März von 200 kg à 91,50 €, am 1. September von 250 kg à 95,20 €, am 1. Oktober von 150 kg à 93,50 € und am 15. November von 80 kg zu einem Preis von 112,50 € pro kg. Die Abgänge finden statt am 1. Juli in Höhe von 150 kg, am 1. August in Höhe von 50 kg, am 1. November in Höhe von 200 kg und am 1. Dezember in Höhe von 100 kg.

Bewerte den Verbrauch sowie den jeweiligen Endbestand nach den einzelnen Verbrauchsfolgeverfahren. Zur Vorbereitung schreibt man die Zugänge und Abgänge sowie den Anfangsbestand zeitlich geordnet auf:

Datum

Art

Menge

Stückpreis

Wert

1.1.

Anfangsbestand

100 kg

105 €

10.500 €

1.3.

Zugang

200 kg

91,50 €

18.300 €

1.7.

Abgang

150 kg

?

?

1.8.

Abgang

50 kg

?

?

1.9.

Zugang

250 kg

95,20 €

23.800 €

1.10.

Zugang

150 kg

93,50 €

14.025 €

1.11.

Abgang

200 kg

?

?

15.11.

Zugang

80 kg

112,50 €

9.000 €

1.12.

Abgang

100 kg

?

?

Tab. 20: Bestände zwecks Verbrauchsfolgebewertung

5.2.5.1.1 Durchschnittsverfahren

Es wird der Verbrauch für alle Abgänge gleich errechnet, in dem man die jeweiligen Zugänge (monetäre Werte) zzgl. dem Anfangsbestand addiert und diese wertmäßigen Bestände durch die insgesamt verbrauchte Menge dividiert. Man erhält also im folgenden Beispiel folgenden Verbrauch:

V =(10.500+18.300+23.800+14.025+9.000)/(100 + 200 + 250 + 150 + 80)

= 75.625 €/780 kg

= 96,96 €/kg

Dieser Durchschnittsverbrauch wird alsdann mit dem am Ende vorhandenen mengenmäßigen Bestand bewertet und ergibt im vorliegenden Beispiel einen Endbestand von:

EB = 96,96 ∙280 = 27.147,44 €.

5.2.5.1.2 Fifo-Verfahren

Fifo (first-in-first-out) gibt an, dass die zuerst angeschafften Güter das Lager wieder verlassen und demnach als Konsequenz die nicht zuerst angeschafften Güter am Ende noch auf Lager liegen.

Ganz analog rechnet man beim Perioden-Fifo-Verfahren, hier geht es darum, dass jene Gegenstände, die zuerst geliefert wurden, auch zuerst rausgehen, dass bedeutet also im Umkehrschluss, dass jene Gegenstände, die zuletzt geliefert wurden noch auf Lager liegen und für die Bewertung des Endbestandes benötigt werden. Die folgende Tabelle zeigt die Idee:

Datum

Menge

Stückpreis

Wert

15.11.

80 kg

112,50 €

9.000 €

1.10.

150 kg

93,50 €

14.025 €

1.9.

50 kg

95,20 €

4.760 €

Endbestand

280kg

99,23 €

27.785 €

Tab. 21: Fifo-Verfahren

Lambert-Regel:

Man muss bei Fifo also immer genau andersherum denken: was zuerst verbraucht wird, ist nicht mehr da, folglich benötigt man zu Bewertung des Endbestands nur jene Schichten, die gerade noch auf Lager liegen. Das bedeutet bei Fifo also konkrete, dass jene Gegenstände noch auf Lager liegen, die zuletzt reinkamen usw.

5.2.6 Langfristfertigung

Beispiel 33:

Die Brücken-AG baut bei Essen-Kettwig eine neue Brücke über die Ruhr. Dabei seien folgende Daten für sie gegeben (Daten in Tausend €):

 

  1. Welche Methoden zur Bewertung unfertiger Aufträge lassen sich unterscheiden? Wie hängen sie mit dem Realisationsprinzip zusammen?
  2. Berechne die unterschiedlichen Wertansätze bei Anwendung der

    Completed-contract-Methode, der modifizierten completed-contract-Methode, der Methode der Selbstkostenaktivierung und der Percentage-of-Completion-Methode.

  3. Möglich sind die
    • Completed-contract-Methode, die
    • modifizierte completed-contract-Methode, die
    • Methode der Selbstkostenaktivierung und die
    • Percentage-of Completions-Methode.

5.2.6.1 Completed-contract-Methode

Die Completed-contract-Methode folgt der Anwendung des Realisationsprinzips. Die Umsatzerlöse werden erst ganz am Ende, nach kompletter Fertigungsstellung des Projekts, gebucht. Die am Ende der Perioden erfolgte Teilfertigstellung führt zu einer Erhöhung der Bestände. Diese lassen sich zur Wertuntergrenze (alle Einzelkosten) bzw. zur Wertobergrenze (alle Einzelkosten zzgl. gewisser Gemeinkosten) aktivieren. Der jeweilige Periodenerfolg vor der kompletten Fertigstellung berechnet sich dann als „Differenz der Bestände abzgl. Aufwendungen der Periode”. Man erhält somit, wenn zur Wertuntergrenze aktiviert wird:

Bilanzansatz Kostenarten

1

2

3

4

5

unfertige Erzeugnisse

(Wertuntergrenze)

500

1.100

1.800

2.600

Umsatzerlöse

0

7.000

Bestandsdifferenz

500

600

700

800

-2.600

Aufwendungen

-400

-400

-400

-400

-400

Gewinn/Verlust des Projekts

100

200

300

400

4.000

Tab. 22: Completed Contract Methode, Ansatz Wertuntergrenze

Wenn der Bilanzansatz zur Wertobergrenze erfolgt, werden die Gemeinkosten (ohne Vertriebsgemeinkosten) einbezogen:

Bilanzansatz Kostenarten

1

2

3

4

5

unfertige Erzeugnisse

(Wertobergrenze)

800

1.700

2.600

3.600

Umsatzerlöse

0

7.000

Bestandsdifferenz

800

900

900

1.000

-3.600

Aufwendungen

-400

-400

-400

-400

-400

Gewinn/Verlust des Projekts

400

500

500

600

3.000

Tab. 23: Completed Contract Methode, Ansatz Wertobergrenze

MERKE:

Der „eigentliche Gewinn“ als Summe der Gewinne der einzelnen Perioden ist bei beiden Methoden jeweils 5.000 €, nämlich 100 + 200 + 300 + 400 + 4.000 = 5.000 € bei der Aktivierung zur Wertuntergrenze und 400 + 500 + 500 + 600 + 3.000 = 5.000 € bei jener zur Wertobergrenze.

5.2.6.2 Modifizierte completed-contract-Methode

Bei dieser Methode werden die Umsatzerlöse nicht erst am Ende bei Gefahrenübergang ausgewiesen, sondern schon vorher. Genauer gesagt, werden die ausgewiesenen Ansätze der unfertigen Erzeugnisse als Umsatzerlöse fiktiv ausgewiesen.

MERKE:

Die Erträge sind auf die Höhe der angefallenen Fertigungskosten des langfristigen Auftrags beschränkt.

Es erfolgt kein Gewinnausweis. Die Tabelle lautet bei Aktivierung der unfertigen Erzeugnisse zur Wertuntergrenze mithin

Bilanzansatz Kostenarten

1

2

3

4

5

unfertige Erzeugnisse

(Wertuntergrenze)

500

1.100

1.800

2.600

Umsatzerlöse

500

600

700

800

4.400

Bestandsdifferenz

Aufwendungen

-400

-400

-400

-400

-400

Gewinn/Verlust des Projekts

100

200

300

400

4.000

Tab. 24: Modif. Completed Contract Methode, Ansatz Wertuntergrenze

Bei Aktivierung zur Wertobergrenze sind die Zahlen hingegen

Bilanzansatz Kostenarten

1

2

3

4

5

unfertige Erzeugnisse

(Wertobergrenze)

800

1.700

2.600

3.600

Umsatzerlöse

800

900

900

1.000

3.400

Bestandsdifferenz

Aufwendungen

-400

-400

-400

-400

-400

Gewinn/Verlust des Projekts

400

500

500

600

3.000

Tab. 25: Modif. Completed Contract Methode, Ansatz Wertuntergrenze

Wieder sind die Gesamtgewinne bei beiden Alternativen jeweils 5.000 €.

5.2.6.3 Methode der Selbstkostenaktivierung

Hier werden die unfertigen Erzeugnisse in Höhe der Selbstkosten aktiviert. Damit werden insbesondere auch die Vertriebskosten aktiviert.

Lambert-Regel:

Diese Aktivierung von Vertriebskosten erfolgt in der Methode der Selbstkostenaktivierung und bei der Percentage-of completion-Methode. Beachte, dass dies bei den anderen Methoden und natürlich auch nach Handelsrecht für die Herstellungskosten streng verboten ist (§ 255 II HGB).

Die Tabelle lautet demnach

Bilanzansatz Kostenarten

1

2

3

4

5

unfertige Erzeugnisse zu Selbstkosten

850

1.800

2.750

3.850

Umsatzerlöse

7.000

Bestandsdifferenz

850

950

950

1.100

-3.850

Aufwendungen

-400

-400

-400

-400

-400

Gewinn/Verlust des Projekts

450

550

550

700

2.750

Tab. 26: Methode der Selbstkostenaktivierung

Auch hier liegt der Totalgewinn bei

TG = 450 + 550 + 550 + 700 + 2.750 = 5.000 €.

5.2.6.4 Percentage-of Completion-Methode

Dieses Verfahren verbucht jeweilige Gewinnanteile in den einzelnen Perioden, und zwar nach der Formel

Gewinnanteil der aktuellen Periode

= erwarteter Auftragsgesamterfolg · Fertigstellungsgrad + bereits erfasste Gewinnanteile.

= erwarteter Auftragsgesamterfolg · (angefallene Aufwendungen)/(Gesamtaufwendungen) + bereits erfasste Gewinnanteile.

Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Selbstkosten aktiviert. Damit erhält man folgendes Kalkül:(DL)

Bilanzansatz Kostenarten

1

2

3

4

5

unfertige Erzeugnisse zu Selbstkosten

850

1.800

2.750

3.850

kumulierter Gewinnanteil

1.000

2.000

3.000

4.000

Umsatzerlöse

1.500

1.500

1.500

1.500

1.000

Bestandsdifferenz

Aufwendungen

-400

-400

-400

-400

-400

Gewinn/Verlust des Projekts

-1.100

1.100

1.100

1.100

600

Tab. 27: Percentage of Completion

5.2.7 Forderungen

Wir sprechen zunächst über Arten von Forderungen (= Trade Receivables), sodann über Abschreibungsverfahren.

5.2.7.1 Arten

Man unterscheidet folgende Arten von Forderungen:

  • Kapitalforderungen,
  • Leistungsforderungen.

Unter Kapitalforderungen versteht man eine zeitlich befristete Überlassung von Geld, also z.B. von Krediten und Ausleihungen. Leistungsforderungen hingegen entstehen durch die Erbringung von Sach- oder Dienstleistungen als Folge von Kauf-, Werk- oder Dienstleistungsverträgen. Diese Leistungsforderungen führen dann in der Bilanz zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (= Tradereceivables), die kurzfristiger Natur sind. Kapitalforderungen werden bei der Erstbewertung zum Fair-Value zuzüglich direkter Nebenkosten bewertet (IAS 39.43). Die Folgebewertung erfolgt dann zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode (= IAS 39.46). Leistungsforderungen hingegen werden bei der Erstbewertung mit ihrem Fair-Value plus den Nebenkosten ausgewiesen, dies entspricht also den Anschaffungskosten. Forderungen werden brutto bewertet, also inkl. der Umsatzsteuer. Eine Leistungsforderung wird dann ausgewiesen, wenn die Erträge entstanden sind (IAS 18 Revenue Erträge). Dies bedeutet beim Kaufvertrag, dass alle Risiken auf den Käufer übergegangen sein müssen (IAS 18.14). Bei endgültiger Übergabe der Sache tritt dies ein, wenn alle Risiken auf den Käufer übertragen sind.

5.2.7.2 Abschreibungen auf Forderungen

Wenn es unsicher wird, dass die Forderung auch wirklich bezahlt wird, so hat eine außerplanmäßige Abschreibung auf Forderungen (= Trade Receivables) zu erfolgen. Es kommt damit zu einer Wertminderung (Impairment), welche zu einer außerplanmäßigen Abschreibung führt. Jede Forderung ist einzeln zu überprüfen auf ihre Werthaltigkeit. Bei Bedarf sind

  • Einzelwertberichtigungen und
  • Pauschalwertberichtigungen

zu bilden. Die Einzelwertberichtigung errechnet sich nach IAS 39.63 als

Einzelwertberichtigung = vorläufiger Buchwert – voraussichtlicher Barwert der Einzahlungen.

Wegen des Grundsatzes der Wesentlichkeit (= Materiality) wird meist auf die Abzinsung verzichtet. Damit gilt also vereinfachend

Abschreibungsbetrag = Einzelwertberichtigung

= Buchwert – vorauss. Einzahlungsbetr.

5.2.8 Schulden

Unter Schulden (= Liabilities) sind

  • Verbindlichkeiten,
  • Rückstellungen und
  • passivische RAP

zu verstehen. Schulden (= Liabilities) werden daher bei den IFRS weiter gefasst als im deutschen Handelsrecht, denn dort zählen lediglich Verbindlichkeiten und Rückstellungen, nicht aber passivische RAP zu den Schulden. Rückstellungen sind mit jenem Betrag zu bewerten, welcher die bestmögliche Schätzung der Ausgabe darstellt, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung notwendig ist. Die passivischen RAP sind mit den Einnahmen zu bewerten, welche auf das zukünftige Geschäftjahr entfallen, insbesondere ist also der Grundsatz der Periodenabgrenzung (= Accrual basis) zu beachten. Verbindlichkeiten sind nach IAS 39 (financial instruments:recognition) mit ihrem Fair-Value zzgl. direkt zurechenbarer Nebenkosten. also mit ihren Anschaffungskosten, zu bewerten (IAS 39.43). Unter dem Fair-Value versteht man nun den Barwert der Verbindlichkeit im Entstehungszeitpunkt. Die Folgebewertung der Verbindlichkeiten erfolgt wiederum mit den fortgeführten Anschaffungskosten (= amortized costs). Wichtig ist, wie sich der Marktzins im Vergleich zum Nominalzins verhält:

  • Marktzins = dem Nominalzins
    • keine Ab- oder Aufschläge werden verrechnet, also sind die Anschaffungskosten relevant
  • Marktzins > Nominalzins
    • Erstbewertung Fair-Value, also der Barwert unter dem Nennwert. Es erfolgt ein Discount.
      • Folgebewertung: Das Abschreiben der Verbindlichkeit auf den Nennwert.
  • Marktzins < Nominalzins
    • Erstbewertung Fair-Value = Barwert (Premium)
    • Folgebewertung: Abschreibung der Verbindlichkeit auf den Nennwert.

Wichtig ist, bei der Bewertung von Verbindlichkeiten

  • ein sog. Disagio und
  • ein sog. Agio

zu unterscheiden. Unter einem Disagio versteht man einen Abzug vom Nennwert einer Schuldverschreibung, wenn also ein höherer Betrag zurückgezahlt wird, als dem Kreditgeber ausgegeben wird. Die Ausgabe erfolgt also unter pari. Der Emittent (= Schuldner) erhält bei Aufnahme einen niedrigeren Betrag, als er später zurückzahlen muss.

MERKE:

Der Fair-Value zum Ausgabezeitpunkt liegt daher unterhalb des Nennwertes, so dass damit die Effektivverzinsung des Wertpapiers steigt. In den Folgejahren erfolgt eine Zuschreibung der Verbindlichkeit bis zum Nennwert.

Genau umgekehrt verhält es sich beim sog. Agio (= Premium). Hierbei erfolgt die Ausgabe über Pari, der Marktzins liegt unter dem Nominalzins eines Wertpapiers. In den Folgejahren wird eine Abschreibung der Verbindlichkeit auf den Nennwert vorgenommen, die Rückzahlung ist am Ende erfolgsneutral.

Beispiel 34:

Die Friedel-AG emittiert am 1.1.2009 eine Obligation zum Nennwert von 250.000 € mit einem Nominalzins (= Kuponzins) von 8 %, welcher jeweils am Jahresende zahlbar ist. Die Laufzeit der Schuldverschreibung beträgt drei Jahre. Der entsprechende Marktzins liegt bei 12 %.

Die Friedel-AG emittiert die Obligation zu einem Preis unter 250.000 €, damit der Effektivzins steigt und dem Marktzins entspricht. Die Ausgabe erfolgt damit insgesamt zu einem Disagio. Der Marktzins von 12 % würde zu einer Zinszahlung von 250.000·0.12 = 30.000 € führen. Dadurch dass der Nominalzins lediglich bei 8 % liegt, kommt es hingegen lediglich zu einer Zinszahlung von 0,08·250.000 = 20.000 €, damit also zu insgesamt 10.000 € weniger Zinsen.

MERKE:

Das Disagio ergibt sich nun als Barwert der abgezinsten Zinsdifferenzen.

Man errechnet das Disagio als

Disagio = 10.000/1,12 + 10.000/1.122 + 10.000/1.123

= 24.018,31 €.

Ebenfalls lässt sich das Disagio natürlich mit dem Rentenbarwertfaktor errechnen. Man kalkuliert also

Disagio = Differenz*RBF (n,i)

= 10.000· ((qn-1)/i·qn)

= 10.000 (1,123-1)/0,12·1,123)

= 10.000·2,40183

= 24.018,31 €.

Die Verbindlichkeit wird nun in der Bilanz mit dem Nennwert abzüglich (!) des Disagios passiviert, d.h. also hier mit

Verb. = Nennwert – Disagio

= 250.000 – 24.018,31

= 225.981,69 €.

MERKE:

Bei den IFRS darf ein Disagio nicht aktiviert werden. Die fortgeführten Anschaffungskosten sind mit der Effektivzinsmethode zu ermitteln. Hierbei steigt der Wert der Verbindlichkeit im Laufe der Jahre an, und zwar im Ausmaß der Effektivzinsen, die als Nominalzins, multipliziert mit dem jeweiligen Restbuchwert der Verbindlichkeit der Vorperiode berechnet werden. Man erhält im vorliegenden Beispiel folgende Tabelle:

JahrNominalzinsEffektivzinsDisagio (= Discount)Verbindlichkeit
Ende 200920.00027.117,807117,80233.099,49
Ende 201020.00027.971,947971,94241.071,43
Ende 201120.00028.928,578928,57250.000

Tab. 28: Entwicklung Buchwert Verbindlichkeit

Der Nominalzins errechnet sich, wie oben bereits erwähnt, als

Nominalzins = Nominalzinssatz·Nennwert

= 0,08·250.000

= 20.000 €.

Der Effektivzins des ersten Jahres, also von 2009, kalkuliert sich als

Effektivzins = Effektivzinssatz·(Wert der Verbindlichkeit am An fang)

= 0,12·225.981,09

= 27.117,80 €.

Der Effektivzins ist nun die Verbindung von Nominalzins und Disagio:

Effektivzins = Nominalzins + Disagio.

Hiermit muss also für das erste Jahr der Discount, also das Disagio, bei 7117,80 € liegen. Der Verbindlichkeit wird jeweils der Discount zugebucht, man erhält als Wert der Verbindlichkeit am Ende des Jahres 09 entsprechend

Verbindl.Ende 2009 = VerbindlichkeitAnfang 2009 + Discount 09

= 225.981,09 + 7117,80

= 233.099,49 €.

Völlig analog verfährt man mit den anderen Perioden. Man erhält damit für das Jahr 2009 folgende Buchungssätze:

Bei der Emission:

Dr. Cash 25.981,09 Cr Non Current

Financial Liabilities 25.981,09

Bei Zinszahlung:

Dr Finance

Expense 27.117,80 Cr Cash 27.117,80

Cr NonCurrent Financial

Liabilities 7117,80

Man sieht also jeweils wieder an den Buchungssätzen, dass das aktive Bestandkonto Non Current Financial Liabilities jeweils im Ausmaß des Discounts zugebucht wird. Der Zinsaufwand erfolgt jeweils in Höhe der Effektivzinsen.

LAMBERT-METHODE:

Beachte, dass bei kurzfristigen Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr auf eine Abzinsung verzichtet wird. Bei langfristigen Verbindlichkeiten wird hingegen sehr wohl abgezinst, man erhält folgende Übersicht:

ZinsverhältnisVerhältnis Barwert/NennwertBewertung
Marktzins = NominalzinsBarwert = NennwertNennwert
Marktzins > NominalzinsBarwert < Nennwert: DiscountBarwert mit Zuschreibung
Marktzins < NominalzinsBarwert > Nennwert: PremiumBarwert mit Abschreibung

Tab. 29: Verhältnis Marktzins zu Nominalzins

5.2.9 Eigenkapital

Das Eigenkapital (= Equity) besteht aus

  • gezeichnetem Kapital und
  • Rücklagen
    • Kapitalrücklagen,
    • Gewinnrücklagen und der
    • Neubewertungsrücklage.

5.2.9.1 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital einer Aktiengesellschaft (es heißt bei einer Aktiengesellschaft speziell gezeichnetes Kapital) ist ein festes Eigenkapitalkonto. Die Rücklagen hingegen sind variable Eigenkapitalkonten. Das gezeichnete Kapital heißt bei IFRS speziell issued capital, es wird zum Nennwert bewertet. Bei den IFRS findet damit eine nominelle Kapitalerhaltung statt.

Beispiel 35:

Das gezeichnete Kapital der X-AG beträgt 200.000 €. Die jährliche Inflationsrate liegt bei 4 %. Wie wird das gezeichnete Kapital nach zwei Jahren ausgewiesen?

Das gezeichnete Kapital wird, wie erwähnt, nicht an die Inflationsrate angepasst, sondern nominell immer zum selben Betrag, genauer gesagt dem Nennwert, ausgewiesen. Es wird hiermit also auch in den Folgejahren zu 200.000 € ausgewiesen.

5.2.9.2 Rücklagen

5.2.9.2.1 Normalfall

Die Rücklagen (= reserves) sind variables Eigenkapital, sie umfassen Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen als auch die Neubewertungsrücklage.

Die Kapitalrücklagen umfassen Zuzahlungen der Gesellschafter.

Beispiel 36:

Bei einer Aktienemission wird ein Agio pro Aktie bezahlt.

Dieses Agio bildet einen Teil der Kapitalrücklagen. Die Kapitalrücklagen werden nicht im Unternehmen erwirtschaftet.

Anders hingegen die Gewinnrücklagen. Diese entstehen aus einbehaltenen (= thesaurierten) Gewinnen. Die Gewinnrücklagen bestehen bei IFRS insbesondere aus den einbehaltenen Gewinnen (= retained earnings), diese werden auch als Ergebnisvortrag bezeichnet. Sie sind frei verfügbare Gewinnrücklagen und werden durch Gewinn erhöht sowie durch Verluste oder Dividendenzahlungen gemindert. Die retained earnings werden grundsätzlich zum Nennbetrag bewertet. Die Gewinnrücklagen umfassen zusätzlich die gesetzliche Rücklage (= legal reserve) als auch die satzungsmäßigen Rücklagen (= statutory reserves). Auch diese beiden Gewinnrücklagen werden zum Nennwert bewertet. Ebenfalls die Neubewertungsrücklage von Sachanlagen und die Fair-Value-Rücklage von Wertpapieren wird zum Nennwert bewertet.

LAMBERT-METHODE:

Bei bestimmten Vermögenswerten kommt es bei IFRS zu einer aktuellen Bewertung, so dass hier also die nominelle Kapitalerhöhung (welche geldorientiert ist) teilweise zugunsten einer güterorientierten Substanzerhaltung durchbrochen wird. Bei den IFRS kommt es insofern zu einer absoluten Substanzerhaltung, denn vorhandene assets (= Vermögenswerte) werden neu bewertet.

Schließlich existiert noch die Neubewertungsrücklage. Diese kommt zustande, wenn ein Vermögenswert über die historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten hinaus bewertet wird.

5.2.9.2.2 Spezialfall: Eigene Anteile

Eigene Anteile werden nach der

  • par-value-method (= Nennwertmethode) oder
  • amortised method of valuation (= Anschaffungsmethode) bewertet.
 

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