3. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage wird u.A. gebildet aus Aufgeldern (= Agios) bei der Emission von Aktien (§ 272 II Nr. 1 HGB).

Beispiel:

Die X-AG aus Bochum emittiert 1000 Aktien zu einem Nennwert von 5 € zu einem Emissionskurs von 14 € und außerdem 10.000 Aktien mit einem Nennwert von 1 € zu einem Emissionskurs von 4 €.

Das Aufgeld bei der Emission der Aktien mit einem Nennwert von 5 € beträgt 

Aufgeld = Agio = Emissionskurs – Nennwert = 14 – 5 = 9 €. 

Da 1.000 Aktien hiervon emittiert werden, fließen folglich 1.000*9 = 9.000 €  in die Kapitalrücklage. Aus der weiteren Aktienemission der Papiere zu einem Nennwert von 1 € und einem Emissionskurs von 4 € beträgt die Kapitalrücklage 10.000*(4 – 1) = 10.000*3 = 30.000 €. 

Insgesamt beträgt die Kapitalrücklage der X-AG  folglich 9.000 + 30.000 = 39.000 €. 

Weiterhin wird eine Kapitalrücklage für Aufgelder bei der Emission von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen gebildet (§ 272 II Nr. 2 HGB). 

LAMBERT-REGEL:

Man beachte den Singular im Wort “Kapitalrücklage”, hingegen den Plural beim Wort “Gewinnrücklagen”. Es gibt mit anderen Worten nur genau eine Kapitalrücklage, die mehrere Ursachen haben kann (nämlich vier Stück nach § 272 II Nr. 1 – 4 HGB). Die Gewinnrücklagen hingegen bestehen aus vier unterschiedlichen Arten von Gewinnrücklagen (§ 266 III A III 1 – 4 HGB), deshalb hier der Plural. 

 

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