Lernvorbereitung

Nachdem wie unser Gehirn (!) lernt, sollten wir auch noch verinnerlichen, wie wir (!) am besten lernen. Im folgenden findest Du eine Auswahl von Tipps, Die Dir möglicherweise beim Lernprozess helfen können.

  • Gefühlsbeteiligung und Mehrfachspeicherung
  • Querverbindungen herstellen
    • ständiges Hinterfragen
  • Text anmalen
    • Häkchen machen und Fragezeichen
    • Zwei-Farben-System
  • Wiederholung
    • Umgebung, Tageszeit, Reihenfolge und Form des Vorgehens verändern
  • zu welchem Lerntypus gehört man?
    • visuell
    • akustisch
    • motorisch
  • wo lernt man am besten?
  • Zeit hat nicht nur eine Quantität, sondern auch eine Qualität
    • nutze die Hochleistungsphase
    • achte auf Zeitkapital
    • nur der Erfolglose hat niemals Zeit
  • meide destruktive Gefühle
    • Angst setzt den Körper zwar unter Leistungsbereitschaft durch Hormonausschüttung, löst zugleich aber auch Lern- und Denkblockaden aus
  • Umstände, die das Lernen erleichtern
    • angenehme Zimmertemperatur
    • richtige Ernährung
    • kein voller Bauch
    • Sauerstoff
    • Bewegung
  • was tun bei Lampenfieber oder Prüfungsangst?
  • Lerngruppen suchen.

Also konkret.

Wichtig ist, Querverbindungen herzustellen und das Gelernte zu hinterfragen. Ist das was man lernen soll, wirklich richtig? Könnte es sein, dass der Lehrer bzw. Professor sich irrt oder das, was im Lehrbuch steht, einfach falsch ist? Selbst wenn man als Lernender sich in den meisten Fällen irren wird und das Gelernte doch richtig ist, so ist es doch für den Lernprozess äußerst wichtig, Dinge anzuzweifeln. Man merkt sie sich dadurch einfach besser.

Wichtig ist auch, dass man gelesene Texte – z.B. mit Textmarkern “anmalt”, um Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Schlecht allerdings wäre es, eine gesamte Seite anzumarkern,  weil hierdurch nicht in wichtig und unwichtig unterschieden wird.

LAMBERT-METHODE:

Der Autor nutzt zum Bemalen stets genau zwei Farben, nicht mehr und nicht weniger:  

orange für Überschriften und die wichtigen Dinge,

gelb für weniger wichtige, aber immer noch wichtige Dinge.

– Das Wichtigste überhaupt hingegen schreibt sich der Autor stets mit Bleistift an den Rand der Seite. Dadurch hat er auch nach Wochen noch die Möglichkeit, sich sofort einen Überblick über den Inhalt einer gesamten DIN-A4 Seite zu verschaffen.

Hierbei sollte man sich auch nicht scheuen, Häkchen zu setzen, wenn man etwas verstanden hat und Fragezeichen, wenn dies nicht so ist.

Die Wiederholung des Gelernten ist sehr wichtig. Hierbei sollte man versuchen, die Umgebung, Tageszeit, Reihenfolge und Form des Vorgehens zu verändern.

LAMBERT-METHODE:

So könnte es z.B. sinnvoll sein, nicht immer und ausschließlich morgens um 9 Uhr am eigenen Schreibtisch zu lernen, sondern auch abzuwechseln und in die Bibliothek zu gehen und zwar z.B. um 11 Uhr statt um 9 Uhr. Die Abwechslung macht’s! 

Die Frage, zu welchem Lerntypus man gehört, hatten wir in einem anderen Kapitel beantwortet. Wenn man weiß, ob man eher visuell bzw. akustisch bzw. motorisch veranlagt ist, kann man seine Lernstrategien ein wenig optimieren.

Zeit hat nicht nur eine Quantität, sondern auch eine Qualität. Nutze deshalb deine Hochleistungsphase und achte auf dein Zeitkapital. So ist z.B. das Lernen direkt nach der Mittagspause klarerweise schlechter, weil der Körper nach dem Mittagessen mit der Verdauung beschäftigt ist und nicht mit der Versorgung des Gehirns. Manche lernen grundsätzlich nachts, weil dann weniger Ablenkung besteht. Andere merken, dass sie am frühen Morgen deutlich fitter sind und stehen deshalb lieber eine Stunde früher auf, um in dieser einen Stunde mehr zu lernen als zu einer anderen Stunde, die z.B. nachmittags liegt.

Man sollte nach Möglichkeit destruktive Gefühle vermeiden. Angst setzt den Körper zwar unter Leistungsbereitschaft durch Hormonausschüttung, löscht zugleich aber auch Lern- und  Denkblockaden aus. Angst ist dann sinnvoll, wenn man vor Gefahren geschützt werden soll. So hat der Mensch z.B. gelernt, beim Überqueren der Straße links und rechts zu gucken, um möglichen Gefahren durch herannahende Autos auszuweichen. Insofern ist Angst etwas Überlebensnotwendiges. Auch die Prüfungsangst ist eine sehr wichtige Angst, denn sie zwingt einen zum Lernen der nötigen Dinge. Ohne eine Prüfungsangst und ohne den Druck der Schule oder Hochschule würden die meisten nicht lernen und würden die meisten sich dadurch nicht verbessern.

Es gibt allerdings auch Situationen im Leben, in denen die Angst nicht positiv umgesetzt werden kann. Hierzu gehört nach Ansicht des Autors die Flugangst. Man ist der Situation auf Gedeih und Verderb ausgesetzt, ohne dass man hieran etwas ändern kann.

Zu den Umständen, die das Lernen erleichtern, zählen z.B. eine angenehme Zimmertemperatur, eine richtige Ernährung, kein voller Bauch, ausreichend Sauerstoff und, natürlich, ausreichend viel Bewegung.

Wichtig ist auch, sich Lerngruppen zu suchen. Oftmals ist man mit dem Lernstoff einfach überfordert. Hier kann eine Lerngruppe zum einen Kontakt zu Besseren verschaffen und zum anderen dich zum Lernen motivieren.

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