Mikroökonomie: 4.1 Aggregation von Nachfragekurven

4 Preistheorie

In diesem Kapitel sind mehrere Konzepte sehr wichtig, nämlich

  • Marktgleichgewicht
    • Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage
  • Renten
    • Konsumentenrente,
    • Produzentenrente und
  • Marktformen
    • Polypol
    • Monopol und
    • Oligopol,
      • speziell Duopol.

4.1 Aggregation von Nachfragekurven

Wir werden in diesem Kapitel sehen, wie man aus mehreren individuellen Nachfragefunktionen eine für eine Gruppe von Wirtschaftssubjekten macht, nämlich durch Aggregation.

Beispiel 43:

Haushalt 1 habe die Nachfragefunktion p = 80 – x1, der Haushalt 2 hingegen p = 100 – x2.

Aggregiere die Nachfragen der beiden Haushalte.

Wichtig ist, dass man die unterschiedlichen Bereiche beachtet, in denen die beiden Haushalte ihre Nachfrage entfalten, dies sieht man in den Teilen (a) und (b) der folgenden Abbildung 58.

 

Abb. 58: Aggregation von Nachfragekurven

Wenn also der Preis zwischen 80 und 100 € liegt, dann fragt ausschließlich der zweite Haushalt das Gut überhaupt nach (Teil (b) in Abb. 58). Tatsächlich wird also erst bei Preisen ab 80 € abwärts (!) wirklich aggregiert.

Man formt beide Preisabsatzfunktionen nach der Menge um und erhält x1 = 80 – p für den ersten und x2 = 100 – p für den zweiten Haushalt. Die Summe x = 1 + x = 2 = (80 – p) + (100 – p) = 180 – 2·p bildet man nur für den Preisbereich zwischen 80 und 100 €. Insgesamt gilt:

Menge Berechnung der MengePreisbereich
x = x1 + x20p > 100
100 – p80 x ≤ 100
180 – 2·pp ≤ 80

Tab. 6: Aggregierte Nachfrage

 

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