4. 2 Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen

Die Idee, dass beim Erwerb von Anteilen eines herrschenden Unternehmens gleichzeitig eine Rücklage in gleicher Höhe zu bilden ist, dient der Ausschüttungssperre und damit dem Gläubigerschutz in Form der Kapitalerhaltung. Dies liegt daran, dass die gebildete Rücklage ausschüttungsgesperrt ist. Das Risiko besteht, dass Unternehmensverluste des bilanzierenden Unternehmens noch verstärkt werden.

Beispiel:

Die X-AG hält 60% der Anteile an der Y-AG. Die Y-AG möge nun ihrerseits 10 % an der X-AG kaufen.

Dafür, dass die Y-AG an einer bei ihr herrschenden bzw. bei ihr mehrheitlich beteiligten Unternehmung, nämlich der X-AG, Anteile erwirbt, muss eine Rücklage von der Y-AG gebildet werden. 

Die X-AG hält 60 % der Anteile an der Y-AG. Die Y-AG möge nun ihrerseits 10 % für einen Preis von 30.000 € an der X-AG kaufen.

Die Y-AG bildet eine Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen und bucht

Finanzanlagevermögen 30.000 € an Rücklage für Anteile an einem herrschenden

oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen 30.000 €.

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