Transitorische Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind dadurch charakterisiert (§ 250 I HGB), dass

– eine Ausgabe in der jetzigen Periode und 

– eine Aufwendung in einer zukünftigen Periode

vorliegt. Zusätzlich muss ein strenger Zeitraumbezug gegeben sein. 

Beispiel:

Die X-AG aus Gütersloh bezahlt die Rechnung Miete für den Januar 2021 bereits im Dezember 2020.

Es liegt eine Ausgabe im vorliegenden Jahr vor, die  zu einer  Aufwendungen in 2021 wird. Ein strenger Zeitraum ist gegeben, nämlich der Bezug auf den Januar 2021. Folglich ist eine aktive Rechnungsabgrenzungsposition zu bilden (§ 250 I HGB).

Passive Rechnungsabgrenzungsposten erkennt man dadurch, dass

– eine Einnahme in der jetzigen Periode und

– ein Ertrag in einer zukünftigen Periode

gegeben ist.

Beispiel: 

Die X-AG aus Gütersloh ist Vermieterin eines Bürogebäudes in Darmstadt. Die Y-AG, Mieterin dieses Bürogebäude aus Darmstadt, überweist die Januarmiete 2021 bereits im Dezember 2020 an die X-AG.

Aus Sicht der X-AG liegt eine Einnahme in 2020, aber ein Ertrag  erst im Jahr 2021  vor. Ein strenger Zeitraumbezug ist gegeben, denn es wird Bezug genommen auf den Januar 2021. Es ist folglich ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten zu bilden (§ 250 II HGB).

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