Vom Gewerbeertrag zum steuerpflichtigen Gewerbeertrag – Rundung und Freibetrag

Nachdem man den Gewerbeertrag kalkuliert hat, ist dieser danach auf volle 100 € nach unten zu runden (§ 11 I 2 GewStG) . 

Beispiel:

Die X-AG aus Bochum errechnet einen Gewerbeertrag in Höhe von 5.389,67 €. Wie lautet die notwendige Rundung?

Man zieht von dem Gewerbeertrag von 5.389,67 € eine Rundung von 89,67 € ab, um auf volle 100 € zu gelangen.

Weiterhin ist bei natürlichen Personen (also bei gewerbesteuerpflichtigen Einzelunternehmen) und bei Personengesellschaften (also bei der Gesellschaft bürgerlichen Rechts, der offenen Handelsgesellschaft als auch der Kommanditgesellschaft) ein gewerbesteuerlicher Freibetrag in Höhe von 24.500 € abzuziehen (§ 11 I 3 Nr. 1 GewStG).

Beispiel:

Der Gemüsehändler Fritz aus Dortmund erzielt einen Gewerbeertrag in Höhe von 25.389,15 €.  

Wie lautet sein steuerpflichtiger Gewerbeertrag?

Zunächst muss der Gewerbeertrag auf volle 100 € gerundet werden, danach ist der Freibetrag abzuziehen, weil der Gemüsehändler Fritz ein gewerblich tätiger Einzelunternehmer ist. 

Man rechnet also

Gewerbeertrag 25.389,15 €

abzgl. Rundung 89,15 €

abzgl. Freibetrag 24.500 €

= steuerpflichtiger Gewerbeertrag 800 €.

 

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