Über­blick Gewerbesteuer

Grundsätzliches zur Gewerbesteuer

Zunächst wird mit der sog. sach­li­chen Steu­er­pflicht fest­ge­legt, ob das Objekt gewer­be­steu­er­pflich­tig ist. Hier­bei las­sen sich unter­schied­li­che For­men von Gewer­be­be­trie­ben unter­schei­den. Außer­dem ist Vor­sicht gebo­ten bei Pro­ble­men der Organ­schaft und der Mehr­heit von Betrie­ben. Der Beginn und das Ende der sach­li­chen Steu­er­pflicht ist in Abhän­gig­keit der Form des Gewer­be­be­trie­bes zu beach­ten. Schließ­lich ist im Rah­men der per­sön­li­chen Steu­er­pflicht fest­zu­le­gen, wer die Gewer­be­steu­er schul­det. Inter­es­san­te Grenz­fäl­le las­sen sich hier bei der Über­tra­gung eines gesam­ten Gewer­be­be­triebs fest­stel­len. Bei der Ermitt­lung des Gewer­be­er­trags wird der Gewinn aus Gewer­be­be­trieb um Hin­zu­rech­nun­gen erwei­tert und um Kür­zun­gen begrenzt. Dar­über hin­aus las­sen sich Ver­lust­ab­zü­ge fest­ma­chen. Der damit errech­ne­te gekürz­te Gewer­be­er­trag ist mit einer Steu­er­mess­zahl zu mul­ti­pli­zie­ren, um den Steu­er­mess­be­trag zu erhal­ten. Die­ser wird mit dem Hebe­satz mul­ti­pli­ziert, man erhält die Gewer­be­steu­er

Die Gewer­be­steu­er besteu­ert den Gewer­be­be­trieb. Sie ist daher eine Objekt­steu­er (= Real­steu­er). Die per­sön­li­chen Ver­hält­nis­se und ins­be­son­de­re die wirt­schaft­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit des Eigen­tü­mers des Gewer­be­be­triebs blei­ben bei der Gewer­be­steu­er voll­kom­men unbe­rück­sich­tigt. Die Gewer­be­steu­er ist des­we­gen nicht mit der betrieb­li­chen Leis­tungs­fä­hig­keit des Steu­er­pflich­ti­gen vereinbar.

Man unter­schei­det außer­dem die Äqui­va­lenz­theo­rie von der Theo­rie der wirt­schaft­li­chen Leis­tungs­fä­hig­keit.

Das Gewer­be­steu­er­auf­kom­men steht den ein­zel­nen Gemein­den zu. Die­se haben wegen der Mög­lich­keit, den sog. Gewer­be­steu­er-Hebe­satz zu bestim­men, Ein­fluss auf die Höhe des Gewerbesteueraufkommens.