Klau­sur­be­spre­chung Exter­nes Rech­nungs­we­sen, Prü­fung von Prof. Dr. Jörn Litt­ke­mann, Modul 31011, Fern­uni­ver­si­tät Hagen

In der Klau­sur vom 24.3.2020 (die tat­säch­lich wegen der Coro­na-Pan­de­mie erst deut­lich spä­ter geschrie­ben wur­de als an die­sem Tag) waren in der Auf­ga­be zur Buch­hal­tung in Auf­ga­be 1 diver­se Aus­sa­gen getä­tigt wor­den, die vom Stu­den­ten auf rich­tig oder falsch erkannt wer­den soll­ten. Die Aus­sa­gen waren sinn­ge­mäß, dass

  1. Wirt­schafts­gü­ter des Anla­ge­ver­mö­gens in abnutz­ba­re und nicht abnutz­ba­re ein­ge­teilt wer­den können,
  2. die abnutz­ba­ren Wirt­schafts­gü­ter des Anla­ge­ver­mö­gens aus­schließ­lich durch plan­mä­ßi­ge Abschrei­bun­gen abge­schrie­ben wer­den kön­nen und
  3. die nicht abnutz­ba­ren Wirt­schafts­gü­ter des Anla­ge­ver­mö­gens gar nicht abge­schrie­ben wer­den können.

Es dreh­te sich in die­ser Klau­sur­auf­ga­be also um zwei Begriffspaare. 

Zum einen 

- plan­mä­ßi­ge Abschrei­bun­gen und

- außer­plan­mä­ßi­ge Abschreibungen 

sowie um das zwei­te, hier­mit zusam­men­hän­gen­de Begriffspaar

- abnutz­ba­re Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de Anla­ge­ver­mö­gens (wie man im HGB sagt, das Wort Wirt­schafts­gü­ter ist dem Bilanz­steu­er­recht zuzu­ord­nen) und

- nicht abnutz­ba­re Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de des Anlagevermögens.

Das Anla­ge­ver­mö­gen lässt sich tat­säch­lich ein­tei­len in abnutz­ba­re Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de und nicht abnutz­ba­re Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de. Die Aus­sa­ge 1 ist inso­fern rich­tig

Bei­spiel: 

Bei­spie­le für nicht abnutz­ba­re Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de sind Wert­pa­pie­re des Anla­ge­ver­mö­gens als auch Grundstücke. 

Da bei­de nicht abnutz­bar sind, las­sen sich ihre Anschaf­fungs­kos­ten nicht auf eine Nut­zungs­dau­er ver­tei­len, eine plan­mä­ßi­ge Abschrei­bung exis­tiert für nicht abnutz­ba­re Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de des Anla­ge­ver­mö­gens nicht. Dar­aus zu schlie­ßen, dass nicht abnutz­ba­re Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de des Anla­ge­ver­mö­gens nicht “abge­schrie­ben” wer­den könn­ten, wie in Aus­sa­ge 3 gesche­hen, ist aller­dings falsch, denn es gibt ja zusätz­lich zu den plan­mä­ßi­gen Abschrei­bun­gen noch die außer­plan­mä­ßi­gen Abschrei­bun­gen. Letz­te­re sind für den Kata­stro­phen­fall vor­ge­se­hen und nicht, wie die plan­mä­ßi­gen Abschrei­bun­gen, für die Ver­tei­lung der Anschaf­fungs­kos­ten auf die Laufzeit.

Die abnutz­ba­ren Wirt­schafts­gü­ter des Anla­ge­ver­mö­gens kön­nen nun durch bei­de Arten abge­schrie­ben wer­den, also durch plan­mä­ßi­ge Abschrei­bun­gen (zur Ver­tei­lung der Anschaf­fungs­kos­ten auf die Lauf­zeit) und durch außer­plan­mä­ßi­ge Abschrei­bun­gen (wenn ein Kata­stro­phen­fall ein­tritt). Die Aus­sa­ge 2, dass abnutz­ba­re Wirt­schafts­gü­ter des Anla­ge­ver­mö­gens aus­schließ­lich (!) durch plan­mä­ßi­ge Abschrei­bun­gen redu­ziert wer­den könn­ten, ist inso­fern falsch.

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Mehr zu alten Klau­su­ren fürs Bache­lor- und Mas­ter­stu­di­um „Wirt­schafts­wis­sen­schaft“ an der Fern­uni Hagen in mei­nem You­Tube-Kanal hier (abon­nie­ren nicht ver­ges­sen) und bei Spo­ti­fy hier.

Die Kom­plett­vor­be­rei­tung als Lam­bert-Webi­nar auf die Klau­sur Exter­nes Rech­nungs­we­sen für die Fern­uni Hagen, Modul 31011, abge­stimmt auf Prof. Litt­ke­mann, gibt es hier.

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